In meiner künstlerischen Praxis untersuche ich die Beziehung zwischen Malerei, Raum und Körperlichkeit. Ich arbeite mit Öl auf dünnem Seidenpapier, das ich auf Keilrahmen spanne – ein fragiles Material, das sich mit der Zeit verändert. Das Bild wandelt sich über die Jahre – diese Veränderung ist kein Nebeneffekt, sondern ein bewusst gewählter Prozess. Meine Arbeiten sind nicht nur Bild, sondern physische Spuren von Vergänglichkeit.
Meine Faszination gilt dem Flüchtigen und Zerbrechlichen – Momenten, die sich nicht festhalten lassen. Ich beobachte meine Umgebung, sei es in digitalen Räumen, urbanen Landschaften oder der stille ländlicher Gegenden. Objekte, die verschwinden oder zurückbleiben, werden zu Motiven: Ein leerer Stuhl im Atelier wird zum (Selbst-)Porträt.
Diese Auseinandersetzung mit Materialität und Vergänglichkeit setzt sich in meinen Performance Installationen fort: sensorische Erfahrungsräume, in denen der Körper der Besucher:innen zum zentralen Element wird.
Ich lade die Betrachter:innen ein, das Werk als sich entwickelndes Objekt zu sehen – im fortwährenden Dialog mit der Zeit, der die Frage aufwirft, was es bedeutet, etwas zu besitzen, das selbst dem Wandel unterliegt.
/// Co-founder of the Linz-based art collective Worst Finger in 2018.
/// Working together with Ilona Rainer-Pranter as the artist duo mariamaria